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Gsell schlägt einen linken Haken

Oberbürgermeister-Kandidat der CSU besucht Kampfsportschule K1 Fight Club Gsell schlägt einen linken Haken Besuch in der Kampfsportschule K1 Fight Club: OB-Kandidat Klemens Gsell trainierte im Ring einen linken Haken. Nehmerqualitäten musste er dabei nicht beweisen, denn es gab keinen offenen Schlagabtausch.
Der seit drei Jahren bestehende Club rund 300 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit, Kickboxen, Fitnessboxen und Selbstverteidigung zu lernen. Nicht nur das Beherrschen und Drillen des eigenen Körpers ist für Club-Chef Olaf Disch wichtig: «Entscheidend ist, dass die Jugendlichen Respekt, Disziplin und soziale Kompetenz lernen. Das fehlt ihnen häufig, sie bekommen Autorität und Werte oft kaum mehr von zu Hause mit.» Nicht nur der Bizeps muss im Training wachsen, sondern auch die geistige Entwicklung.
Viele Jugendliche strengen sich bei den Übungen an. «Aber für uns gibt es hier keine Ausländer oder Deutsche, wir sind alle nur Sportler», unterstreicht der 37-jährige Disch. Natürlich gebe es im K1 Fight Club auch Problemfälle, doch zeige man ihnen deutlich die Grenzen auf.
Im Training müssen die Aktiven den Regeln folgen, die sie dann auf ihren Alltag übertragen. «Das klappt», meint Disch und weist die Befürchtung zurück, dass man brutalen Schlägern auch noch technische Kniffe beibringt. «In brenzligen Situationen muss man sein Hirn behalten und zeigen, dass man sich wehren kann, aber nicht einfach losschlagen», meint CSU-Oberbürgermeister-Kandidat Klemens Gsell vor den jungen Sportlern, die ihm höflich zuhören und brav applaudieren. Der Wahlkämpfer verweist auf die Streitschlichter und das «coolrider»-Programm an Schulen: Mädchen und Jungen sollen dabei lernen, ihre Konflikte gewaltfrei zu lösen. «Allerdings ist das noch zu wenig vorhanden», meint er.
Dann lässt sich der Konservative von einem 26-Jährigen berichten, wie positiv die Kampfsportschule wirken kann: «Ich war früher ziemlich wild», sagt der kräftige, junge Mann , «doch jetzt bin ich geistig und physisch ausgeglichen. Meine Hemmschwelle ist jetzt deutlich höher geworden.»
Hartmut Voigt 19.1.2008
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